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Ein neues „schönstes Museum für moderne Kunst“.

Der Neubau des Museum Folkwang Essen ist ein Leuchtturmprojekt des Kulturhauptstadtjahres RUHR.2010. Er soll der Weiterentwicklung des Ruhrgebietes als Kulturlandschaft mit nationaler und internationaler Ausstrahlung neue Impulse verleihen.

Der von David Chipperfield Architects entworfene Neubau wird den herausragenden Sammlungen einen angemessenen Rahmen bieten. Die Mittel hierfür kommen alleinig von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Die Verantwortung für die Realisierung liegt komplett in den Händen der eigens hierfür gegründeten Neubau Museum Folkwang Essen GmbH als Bauherrin.

Von der Idee über den Architektenwettbewerb bis zur Übergabe an die Stadt Essen, pünktlich zum Start des Kulturhauptstadtjahres 2010, werden nur 38 Monate vergangen sein. Eine kurze Spanne für ein Vorhaben dieser Relevanz und Dimension – und ein Musterbeispiel dafür, was möglich ist, wenn bei einem Projekt alle Räder ineinander greifen.

Geschichte, die verpflichtet.

1902 von Karl Ernst Osthaus (1874–1921) zunächst in der westfälischen Industriestadt Hagen gegründet, avancierte das Museum Folkwang nach dem Umzug nach Essen ab 1922 zum weltweit gerühmten „schönsten Museum für moderne Kunst“ (so äußerte sich der Mitbegründer des Museum of Modern Art in New York, Paul J. Sachs, nach einem Besuch). Die Nationalsozialisten brandmarkten viele Kunstwerke als „entartet“, konfiszierten sie und verkauften sie in alle Welt.

Im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs wurden die Museumsgebäude schwer beschädigt. Dennoch konnte sich das Museum Folkwang wieder zu einem der renommiertesten deutschen Kunstmuseen entwickeln, mit herausragenden Sammlungen der Malerei und Skulptur des 19. Jahrhunderts, der klassischen Moderne, der Kunst nach 1945 und der Fotografie.